Weidemilch und Heumilch – worum geht’s? | ||||
Stand: 05/04/2023 | ||||
| Die Vielfalt der Milchsorten ist immens. Es gibt Milch mit unterschiedlichen Fettgehaltsstufen und Erhitzungsverfahren aus konventioneller oder ökologischer Tierhaltung. Es gibt laktosefreie Milch. Und immer öfter entdecken aufmerksame Verbraucherinnen und Verbraucher Hinweise wie „Weidemilch“ oder „Heumilch“ auf den Verpackungen. Was verbirgt sich hinter diesen Kennzeichnungen? Weidemilch Die Kriterien für die Erzeugung von Weidemilch sind lebensmittelrechtlich nicht vorgegeben. Laut einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2017 müssen die Kühe jedoch mindestens 120 Tage im Jahr und mindestens sechs Stunden pro Tag auf der Weide stehen, um die Milch als Weidemilch – ganzjährig – zu verkaufen. Die Bezeichnung sagt nichts darüber aus, wie die Haltungs- und Fütterungsbedingungen in der restlichen Zeit des Jahres sind, wenn die Tiere nicht auf der Weide stehen. Die Hinweise zur Weidehaltung stehen in der Regel auf den Milchpackungen, so dass eine Orientierung gegeben ist.
Heumilch
Abgrenzung Bio-Milch Weidemilch oder Heumilch können, müssen aber nicht Bio-Milch sein. Bio-Milch stammt immer aus einem biozertifizierten Betrieb, der nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung oder der Öko-Verbände wie Demeter oder Bioland bewirtschaftet wird. Diese schließen den Weidegang der Milchkühe mit ein. So fordert die EU-Öko-Verordnung, dass „…die Tiere Zugang zur Weideland haben, wann immer die Umstände dies gestatten“. Das kann voll der oben beschriebenen Mindestvorgabe von 120 Tagen à 6 Stunden Weidegang entsprechen. Auch die Vorgaben des Heumilchregulativs können in das Konzept eines ökologisch wirtschaftenden Betriebes passen. Entsprechend finden sich im Handel auch Bio-Milchen mit der zusätzlichen Auslobung Weidemilch oder Heumilch. Quellen und weiterführende Informationen
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